Die private Pflegevorsorge
MIt einer Pflegezusatzversicherung sollte die staatliche Pflegeversicherung ergänzt werden, damit später im Pflegefall keine hohen Kosten auf die Angehörigen abgewälzt werden müssen oder eigene Ersparnisse wie z. B. das eigene Heim oder Sparrücklagen aufgebraucht werden müssen. Viele wissen das nicht und glauben noch immer, dass die gesetzliche Pflegeversicherung die Kosten im Pflegefall übernehmen würde oder nach dem Motto, dann zahlt doch das Sozialamt! Das Sozialamt leistet nur, wenn keine eigenen Mittel mehr vorhanden sind. D. h. wenn z. B. ein Sparbuch, ein Eigenheim, Wertgegenstände, etc. nicht mehr zur Finanzierung der Pflegekosten hergezogen werden können, dann könnte das Sozialamt die Kosten übernehmen, könnte: Leider greift das Sozialamt auch auf die Kinder zurück und bittet diese bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze zur Kasse. Drei Möglichkeiten zur Absicherung für eine Zusatzpflegeversicherung gibt es: Die Pflegetagegeldversicherung, Pflegerentenversicherung oder die Pflegekostenversicherung.
Die steigende Lebenserwartung macht eine langfristige Erhaltung der Lebensqualität zu einer zentralen Herausforderung in unserer älter werdenden Gesellschaft. Dies gilt vor allem für den Fall der Pflegebedürftigkeit, denn hier geht es neben der Frage der Finanzierung auch um praktische Fragen der Neuorganisation des Lebens.
Doch die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen in der Regel nicht aus, um eine wirklich gute Betreuung im Pflegefall zu bezahlen. Zum Beispiel kann die Versorgungslücke bei stationärer Pflege in Pflegestufe III mehr als 1.800 Euro pro Monat betragen. Wer im Pflegefall seine Lebensqualität erhalten möchte, sollte also rechtzeitig mit einer privaten Pflegeversicherung vorsorgen



