Kapitalversicherung
Die Kapitallebensversicherung bietet neben der reinen Todesfallabsicherung einer Risikolebensversicherung eine Kapitalauszahlung der verzinsten Einzahlungen im Erlebensfall. Deshalb wird die Kapitallebensversicherung auch häufig zur privaten Altervorsorge eingesetzt.
Wer eine Laufzeit von mehr als 12 Jahren vereinbart, erhält die Ablaufleistungen später steuerbegünstigt, was gerade für Anleger interessant ist, die Ihren Sparerfreibetrag regelmäßig in voller Höhe ausschöpfen.
Die Risikolebensversicherung ist keine private Altervorsorge im klassischen Sinn. Sie bietet jedoch die günstigste Möglichkeit, um die Familie bzw. die Hinterbliebenen im Todesfall finanziell abzusichern.
Auf keinen Fall sollte auf eine Risikolebensversicherung verzichtet werden, wenn nur ein Einkommen den Unterhalt einer Familie sichert oder z.B. Schulden durch Immobilienkäufe getilgt werden müssen.
Die Höhe einer Risikolebensversicherungspolice sollte die Hinterbliebenen soweit absichern, dass sie im Todesfall keinen finanziellen Schiffbruch erleiden.
Im Vergleich zur Kapitallebensversicherung sind die monatlichen Beiträge vergleichsweise gering, da ausschließlich das Todesfallrisiko abgesichert wird und keine Rückzahlungen im Erlebensfall erfolgen.
Britische Lebensversicherungen nehmen auf dem deutschen Markt eine Sonderform ein – mit sehr stark wachsender Bedeutung. Sie ist wie eine deutsche Kapitallebensversicherung aufgebaut und damit eine Mischform aus einer Risikolebensversicherung und einem Sparplan bei einer Versicherungsgesellschaft. Wie bei einer deutschen Kapitallebensversicherung wird ebenfalls eine Mindestverzinsung garantiert. Diese entspricht zwar in etwa der Höhe deutscher Verträge.
Die Besonderheit bei britischen Lebensversicherungen besteht jedoch darin, dass ca. 80% der Sparbeiträge in Aktien investiert werden (in Deutschland ca. 20%). Da am Aktienmarkt in der Regel längerfristig wesentlich höhere Renditen erzielt werden können als mit festverzinslichen Wertpapieren, erwirtschaften britische Lebensversicherung weitaus höhere Renditen als vergleichbare deutsche Kapitallebensversicherungen und das bei einer vergleichbaren Sicherheit.Im Gegensatz zu einer fondsgebundenen Lebensversicherung oder der Direktanlage in Aktienfonds sind Sie vor den Schwankungen des Aktienmarktes durch durch die Mindestverzinsung geschützt und haben damit kein Totalverlustrisiko. (wünschen Sie einen Vorschlag, bitte im Formular vermerken).
Fondsgebundene Renten bzw. Lebensversicherung werden in der Versicherungsfachwelt häufig Fondspolice genannt. Sie vereinigt die Vorteile des Investmentsparens mit denen der Kapitallebensversicherung. Der größte Unterschied im Vergleich zu Kapitallebensversicherung ist, dass die Beiträge in Investmentfonds angelegt werden und damit höhere Renditechancen aufweisen. Durch die Verbindung mit einer Versicherung gibt es – wie bei der Kapitallebensversicherung – eine Todesfallleistung und eine hohe der Rendite angepasste Auszahlung am Ende bzw. bereits nach 12 Jahren Laufzeit (oder 5 Jahren Beitragszahlungen). Die Fondspolice ist somit geeignet für Menschen, die eine Hinterbliebenenabsicherung mit höheren Renditechancen als bei der herkömmlichen Rentenversicherung und der Kapitallebensversicherung kombinieren möchten
Bitte beachten:
Das Landgericht Hamburg hat in drei Urteilen gegen die Versicherer ( mir namentlich bekannt) auf die Klagen der Verbraucherzentrale Hamburg entschieden, dass mehrere von den Versicherern verwendete Klauseln zur Kündigung und zur Beitragsfreistellung intransparent und damit unwirksam sind. Dem Kunden werde weder das volle Ausmaß seiner wirtschaftlichen Nachteile bei einer Kündigung vor Augen geführt, noch werde eine Vergleichbarkeit mit anderen Angeboten, auch anderen Kapitalanlagen, erreicht.



