13. November 2018

Ab 01. Juli 2011 Bedingungsverbesserungen beim Deutschen Ring

Mit Wirksamkeit zum 01.07.2011 verändert der Deutsche Ring die Bedingungen in der Krankenversicherung.Was ändert sich genau ? Ich stelle Ihnen hier bisherige Fassungen der Bedingungen den neuen Bedingungen gegenüber, damit Sie die Unterschiede erkennen.

Rehabilitationsmaßnahmen

In § 4 Abs. 4 MB/KK 2009 Teil II der AVB für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung der  RingSchutz-Tarife wird verdeutlicht, dass eine medizinisch notwendige stationäre Heilbehandlung (Wiederherstellung der
Gesundheit) auch dann vorliegen kann, wenn sie im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme (Wiederherstellung der
Arbeitsfähigkeit) erfolgt.Dieses  Manko, auch wenn laut Auskunft des Versicherers dieser  schon immer geleistet hat , war bisher die Leistungspflicht bei Reha Maßnahmen. Gerade bei diversen  schweren Erkrankungen (z.Bsp.  Schlaganfall) musste man beim Versicherer vorher anfragen und sich diese Maßnahme genehmigen lassen.

Bisherige Fassung
(§ 4 Abs. 4 MB/KK 2009 Teil II)
§ 4 Umfang der Leistungspflicht  Nr. 15
Eine medizinisch notwendige stationäre Heilbehandlung liegt dann vor, wenn die Behandlung einer Krankheit nur in einem Krankenhaus durchgeführt werden kann und der stationäre Aufenthalt nicht anderen Gründen als der Heilbehandlung dient.

Neue Fassung
(§ 4 Abs. 4 MB/KK 2009 Teil II)
§ 4 Umfang der Leistungspfl icht Nr. 15
Eine medizinisch notwendige stationäre Heilbehandlung liegt dann vor, wenn die Behandlung einer Krankheit nur in einem Krankenhaus durchgeführt werden kann und der stationäre Aufenthalt nicht anderen Gründen als der Heilbehandlung dient. Dies gilt auch dann, wenn die medizinisch notwendige stationäre Heilbehandlung
im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme erfolgt.

Hilfsmittel
Ein wichtiger Punkt, der in der Vergangenheit trotz Abgabe einer Erklärung immer wieder zu Ungereimtheiten geführt hat, ist die Versorgung und Versicherungsleistung inbezug auf Hilfsmittel.Die vorherige Eingrenzung hinsichtlich der Qualität und Ausführung sowie der Versorgungsform von Hilfsmitteln wurde mit dieser Formulierung klarer beschrieben.
Bisherige Fassung
Leistungsbeschreibungen (AVB Teil III) in den Produktlinien der Tarife Classic, Esprit und Comfort Abschnitt „3.1 Ambulante Behandlung“ Erstattungsfähig gemäß Ziffer 1.1c) sind … die Kosten für … *Wurde keine vorherige Leistungszusage vom Deutschen Ring eingeholt, werden höchstens die Kosten übernommen, die im Rahmen einer möglichen alternativen und kostengünstigeren Versorgungsform oder bei Bezug des Hilfsmittels über einen Kooperationspartner des Deutschen Rings angefallen wären.

Neue Fassung
Leistungsbeschreibungen (AVB Teil III) in den Produktlinien der Tarife Classic, Esprit
und Comfort Abschnitt „3.1 Ambulante Behandlung“
Erstattungsfähig gemäß Ziffer 1.1c) sind … die Kosten für …
*Wurde keine vorherige Leistungszusage vom Deutschen Ring eingeholt, werden die Kosten übernommen, die in gleicher Qualität und Ausführung im Rahmen einer möglichen alternativen und kostengünstigeren Versorgungsform (Miete,
Leasing, Kauf) oder bei Bezug des Hilfsmittels über einen Kooperationspartner des Deutschen Rings angefallen wären.

Künstliche Ernährung
Ein weiterer Unterschied der Tarife vom Deutschen Ring und auch anderer  zu anderen Unternehmen war der Einschluss der paenteralen Ernährung. Da Nährmittel nicht als Arzneimittel gelten, sind solche Präparate ebend nicht versichert. Jedoch gibt es Krankheiten, die eine enterale oder parenterale Ernährung zwingend notwendig machen.
bisherie Fassung
(§ 4 Abs. 3 MB/KK 2009 Teil II) § 4 Umfang der Leistungspflicht Nr. 13
Nähr- und Stärkungsmittel, Mineralwasser, kosmetische und hygienische Mittel gelten nicht als Arzneimittel. Präparate oder Mittel zur künstlichen Ernährung bei liegender Sonde (enterale Ernährung) sind erstattungsfähig.
Neue Fassung
(§ 4 Abs. 3 MB/KK 2009 Teil II) § 4 Umfang der Leistungspflicht Nr. 13
Nähr- und Stärkungsmittel, Mineralwasser, kosmetische und hygienische Mittel gelten nicht als Arzneimittel. Präparate oder Mittel zur künstlichen Ernährung bei liegender Sonde (parenterale und enterale Ernährung) werden im tarifl ichen Umfang erstattet.
Terroranschläge und deren Leistungsausschluss
Ausgeschlossen sind in den Versicherungsbedingungen, besonders geregelt im §5 der Musterbedingungen der Krankenversicherung (MB/KK) und auch im Bereich des Krankentagegeldes (MB/KT) Leistungen, welche aufgrund von Kriegsereignissen entstehen. Aufgrund der Zunahme der Terroranschläge in den letzten Jahren hat sich auch hier der Deutsche Ring entschlossen, entsprechende Klarstellungen zu veröffentlichen.
Bisherige Fassung
(§ 5 Abs. 1a MB/KK 2009 Teil II) § 5 Einschränkung der Leistungspflicht
Nr. 19
Die Leistungseinschränkung für durch Kriegsereignisse verursachte Krankheiten
einschließlich ihrer Folgen sowie für Folgen von Unfällen und für Todesfälle entfällt,
wenn die versicherte Person außerhalb Deutschlands vom Eintritt eines solchen
Ereignisses überrascht wird und objektiv aus Gründen, die sie nicht zu vertreten hat,
am Verlassen des betroffenen Gebietes gehindert ist.

Neue Fassung
(§ 5 Abs. 1a MB/KK 2009 Teil II) § 5 Einschränkung der Leistungspflicht
Nr. 19
Die Leistungseinschränkung für durch Kriegsereignisse verursachte Krankheiten
einschließlich ihrer Folgen sowie für Folgen von Unfällen und für Todesfälle entfällt, wenn
die versicherte Person außerhalb Deutschlands vom Eintritt eines solchen Ereignisses
überrascht wird und objektiv aus Gründen, die sie nicht zu vertreten hat, am Verlassen
des betroffenen Gebietes gehindert ist.
Nr. 20
Terroristische Anschläge zählen nicht zu den Kriegsereignissen im Sinne des § 5 Abs. 1a MB/KK 2009

Krankenhausambulanzen
Anders als bisher werden nun die Leistungen für so genannte Krankenhausambulanzen ausdrücklich erwähnt.In § 4 Abs. 2 MB/KK 2009 Teil II der AVB für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung der Tarife wird verdeutlicht, dass auch ärztliche Untersuchungen in Krankenhausambulanzen erstattungsfähig sind, sofern ein Tarif Versicherungsschutz für ambulante Leistungen vorsieht. Damit besteht ein Rechtsanspruch auch bei Behandlung durch einen angestellten Arzt im Krankenhaus.
Bisherige Fassung
(§ 4 Abs. 2 MB/KK 2009 Teil II) § 4 Umfang der Leistungspflicht
Nr. 11
Für ambulante ärztliche Untersuchungen und Behandlungen (einschließlich Vorsorgeuntersuchungen) in Diagnose- Zentren bzw. -Kliniken, in Ambulatorien und in ähnlichen Einrichtungen leistet der Deutsche Ring, wenn und soweit er dies vorher schriftlich zugesagt hat.

Neue Fassung
(§ 4 Abs. 2 MB/KK 2009 Teil II) § 4 Umfang der Leistungspflicht Nr. 11
Für ambulante ärztliche Untersuchungen und Behandlungen (einschließlich Vorsorgeuntersuchungen)
in Diagnose-Zentren bzw. -Kliniken, in Ambulatorien und in ähnlichen Einrichtungen leistet der
Deutsche Ring, wenn und soweit er dies vorher schriftlich zugesagt hat. Darüber hinaus werden die Kosten für ärztliche Untersuchungen in Krankenhausambulanzen im tarifl ichen Umfang erstattet, sofern ein Tarif Versicherungsschutz für ambulante Leistungen vorsieht.

Mit diesen Änderungen passt sich der Versicherer nicht nur der Marktentwicklung an, sondern wiederspiegelt nun auch rechtskräftig bisherige kulante Leistungserstattung. Nur Kulanz war gestern oder auch heute. Aber was ist mit der Kulanz morgen ? Wenn jetzt der DR noch die summenmäßige Erstattung von 225 Euro  pro Kalenderjahr für Heilmittel im Tarif Classic ändern würde…. !!???
About M.Krolinski

Versicherungsmakler mit 22 Jahren Berufserfahrung am Markt. Spezialisiert auf die Private Krankenversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die private Pflegezusatzversicherung. Aber auch zu anderen Sparten auskunfts-und hilfsbereit.

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