20. November 2018

Beitragsentlastung im Alter ?

Der Aufwärtstrend der Prämien reißt bei den privaten Krankenversicherungen (PKV) aufgrund steigender Gesundheitskosten und demografischen Veränderungen nicht ab. Im Jahr 2011 stiegen die Beiträge um rund 7 Prozent. Auch zum Ende 2011 werden wieder Beitragsanpassungen kommen. Damit im Alter die Kosten für die PKV nicht explodieren, können Beitragsentlastungskomponenten (BEK) helfen. Bei diesen Komponenten zahlt der Versicherte zu den monatlichen Beiträgen einen Mehrbeitrag, der später die Beiträge im Alter reduziert. Dieses Modell ist jedoch sowohl in Sachen Rendite als auch bezüglich der Flexibilität verbesserungswürdig. Im Grunde handelt es sich bei diesen Entlastungen um eine private Rentenvorsorge, die jedoch zur Zahlung der Krankenversicherung genutzt wird. Die Höhe der Beitragsentlastung lässt sich bei den meisten Versicherungen individuell festlegen. So ist auch eine 100 %-Entlastung möglich. Doch auch in diesem Fall bleiben im Alter Kosten bestehen, denn die Prämien für die Beitragsentlastung muss meist lebenslang gezahlt werden. Darüber hinaus bietet auch nicht jeder Tarif die Möglichkeit zur 100 %igen Entlastung an. Und auch Vorerkrankungen können hier zur Stolperfalle werden, denn dann sind auch im Alter höhere Beiträge zu zahlen.
Die Höhe der BEK hängt also stark von individuellen Faktoren ab. Nicht nur das Eintrittsalter, auch der Start der Beitragsreduzierung, das Geschlecht, der PKV-Tarif sowie die Entlastungshöhe spielen eine Rolle. Die Kunden leisten in den meisten Fällen somit eine finanzielle Vorleistung, die oft mehrere Tausend Euro umfasst. Eine wirkliche Ersparnis entsteht für die Versicherten im Alter oft erst Jahre nach Beginn der Beitragsentlastung. Einfacher wird es nur, wenn man als Angestellter eine Beteiligung des Arbeitgebers vereinbart. Allerdings ist auch dies nur möglich, wenn der Arbeitgeber mit seinem Krankenversicherungszuschuss nicht bereits den Höchstbetrag erreicht hat. Da bleibt nur noch die Möglichkeit einen Teil der Beiträge (auch die BEK) steuerlich geltend zu machen.
Ein großes Risiko bleibt jedoch bestehen. Wer seine Versicherung wechselt, kann seine geleisteten BEK-Beiträge nicht mitnehmen. Und auch im Todesfall sind alle Zahlungen hinfällig – Hinterbliebene werden nicht ausgezahlt. Der Abschluss von Beitragsentlastungskomponenten sollte also gut überlegt sein. Fragen Sie einfach, ob es sich für Sie lohnt.
About M.Krolinski

Versicherungsmakler mit 22 Jahren Berufserfahrung am Markt. Spezialisiert auf die Private Krankenversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die private Pflegezusatzversicherung. Aber auch zu anderen Sparten auskunfts-und hilfsbereit.

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