13. November 2018

Krankenversicherung für Studenten

Studierende an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen sind bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters, längstens bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres versicherungspflichtig in der Gesetzlichen Krankenversicherung, wenn sie nicht familienversichert sind. Nach Abschluss des 14. Fachsemesters oder nach Vollendung des 30. Lebensjahres sind sie nur versicherungspflichtig, wenn die Art der Ausbildung oder familiäre sowie persönliche Gründe (zum Beispiel der Erwerb der Zugangsvoraussetzungen in einer Ausbildungsstätte des Zweiten Bildungsweges) eine Überschreitung der Altersgrenze oder eine längere Fachstudienzeit rechtfertigen (§ 5 Absatz 1 Nummer 9 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch – SGB V).
Befreiung von der Versicherungspflicht
Wer durch die Einschreibung als Student versicherungspflichtig wird, kann sich auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen. Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht bei der Krankenkasse zu stellen. Die Befreiung kann nicht widerrufen werden; sie gilt für die gesamte Dauer des Studiums. Eine spätere Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung ist erst dann wieder möglich, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür durch einen neuen Sachverhalt erfüllt werden, zum Beispiel bei Aufnahme einer erstmaligen Beschäftigung nach Abschluss des Studiums.
Beitragssatz
Für versicherungspflichtige Studenten und Praktikanten sowie freiwillig versicherte Mitglieder, die Schüler einer Fachschule oder Berufsfachschule sind, sowie für Auszubildende des zweiten Bildungswegs, sofern sie sich in einem nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz förderungsfähigen Teil der Ausbildung befinden, gilt ein besonderer Beitragssatz.Er beträgt sieben Zehntel des allgemeinen Beitragssatzes der GKV, was einem Beitragssatz in Höhe von 10,43 Prozent entspricht. Durch die Erhöhung des allgemeinen Beitragssatzes zum 1. Januar 2011 auf 15,5 Prozent erhöht sich auch der Beitragssatz für versicherungspflichtige Studenten auf 10,85 Prozent.
Als beitragspflichtige Einnahmen wird ein bestimmter Prozentsatz des Förderungsbetrags für auswärts wohnende Studenten nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz zu Grunde gelegt. Die Erhöhung der maßgeblichen BAföG-Bedarfssätze zum 1. Oktober 2010 wirkt sich jedoch erst zum Sommersemester 2011 beitragsrechtlich aus.
Bis zum Jahresende 2010 zahlen Studenten somit Krankenversicherungsbeiträge in Höhe von 53,40 Euro monatlich. Hinzu kommen Beiträge in Höhe von 9,98 Euro (beziehungsweise 11,26 Euro für kinderlose Versicherte ab dem 23. Lebensjahr) zur sozialen Pflegeversicherung.Ab dem 1. Januar 2011 ergeben sich Beiträge zur Krankenversicherung in Höhe von 55,55 Euro monatlich und zur Pflegeversicherung in Höhe von 9,98 Euro (beziehungsweise 11,26 Euro für Kinderlose).
Ab Sommersemester 2011 erhöhen sich die Beiträge zur Krankenversicherung auf 64,77 Euro monatlich und zur Pflegeversicherung auf 11,64 Euro (beziehungsweise 13,13 Euro für Kinderlose).
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