12. November 2018

Rentenbeitrag könnte zum 1. Januar 2012 sinken

Dank der guten konjunkturellen Entwicklung und dem damit verbundenen Aufschwung am Arbeitsmarkt steht die Deutsche Rentenversicherung Bund finanziell deutlich besser da. Damit könnte sie die für eine Beitragssenkung notwendige Rücklagenbildung frühzeitig erreichen, so dass eine Beitragssenkung bereits zum 1. Januar 2012 möglich ist. Darüber hat gestern das Bundeskabinett beraten.
Der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Peter Weiß (CDU) erklärte, voraussichtlich könne es zu Beginn des kommenden Jahres zu einer Reduzierung des Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) um 0,3 Prozentpunkte auf 19,6 (derzeit: 19,9) Prozent kommen. Davon würden Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils zur Hälfte profitieren.
Die aktuelle Entscheidung werde im November auf Basis der dann vorliegenden Daten getroffen, erklärte der Sozialpolitiker. Weiß sagte dem VersicherungsJournal, er halte – mit Blick auf die Vermeidung von Erwerbsunfähigkeit – weiterhin an dem Vorhaben fest, den bei der Rentenversicherung bestehenden Ausgaben-Deckel für Prävention und Rehabilitation anzuheben. Das würden die Finanzen der Rentenversicherung hergeben
Der Grund für die voraussichtliche Beitragssenkung liegt darin, dass die Rücklagen der Rentenversicherung im Jahr 2012 die Grenze von 1,5 Monatsausgaben übersteigen werden, wie Weiß weiter erläuterte. Nach den gesetzlichen Vorgaben ist dann eine Beitragssenkung zwingend geboten. Nach den Berechnungen des Schätzerkreises würden die Rücklagen der GRV zum Jahresende bereits auf 1,38 Monatsausgaben ansteigen.
„Für die Beitragszahler bedeutet die Beitragssenkung eine große Entlastung“, erklärte Weiß. Gleichzeitig zeige sich daran, dass das System der gesetzlichen Rentenversicherung trotz der Finanzkrise eines der stabilsten und sichersten Systeme in Europa sei.Ob die Entlastung von 0,15 Prozent von den Arbeitnehmern wirklich als solche empfunden wird, bleibt abzuwarten. Bei einem Bruttogehalt von monatlich 3.000 Euro hätte ein Arbeitnehmer 4,50 Euro mehr. Die jährliche Entlastung würde sich auf über 54 Euro summieren, wenn man Sonderzahlungen mit berücksichtigt.
Der Sozialpolitiker Weiß schätzt, dass die gute Einnahmenentwicklung in der Rentenversicherung dazu führen könnte, dass der Rentenversicherungs-Beitrag bereits zum 1. Januar 2013 nochmals auf dann 19,2 Prozent gesenkt werden könnte.Dies wäre eine Entlastung um 0,4 Prozentpunkte. Eine noch weitergehende Beitragssenkung auf 19,1 Prozent werde es wohl wegen der jetzt reduzierten Konjunkturprognosen nicht geben, sagte Weiß. Eine Beitragshöhe von 19,2 Prozent könnte dann stabil beibehalten werden bis zum Jahr 2019.

About M.Krolinski

Versicherungsmakler mit 22 Jahren Berufserfahrung am Markt. Spezialisiert auf die Private Krankenversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die private Pflegezusatzversicherung. Aber auch zu anderen Sparten auskunfts-und hilfsbereit.

Speak Your Mind

*