13. November 2018

PKV-Studie

Was wurde nicht in den letzten Monaten mehr oder minder qualifiziert so über die PKV hergezogen.Nun ist auch noch im Juni 2012 eine Studie „GKV/PKV-Systemgrenze: Bestandsaufnahme“ erschienen, die vom Gesundheitsökonom Thomas Drabinski (IfMDA) und dem PremiumCircle in Frankfurt geschrieben wurde. Da wurden  Mindeststandards erwähnt, Makler und Vertriebe die nur an ihre Provision denken sowie von PKV-Tarifen, die eigentlich keine Daseinsberechtigung haben, da diese „Mindestleistungen“ nicht enthalten sind. Richtig wurde auch zu den Strukturvertriebe und deren Gebaren beim Vermitteln der PKV Stellung genommen.Waren es aber auch nicht die Versicherer selber mit ständiger Umsatzsteigerung.War das alles unbekannt ? Haben wir nicht Instrumente und Institutionen wie das Bundesaufsichtsamt(BaFin) usw. ?
Die primäre Frage, die sich mir stellt ist, was sind denn Mindestleistungen in der PKV der GKV gegenüber? Werden diese in der GKV dargestellt ? Kann man diese Leistungen überhaupt vergleichen ? Wir kennen doch aus der Vergangenheit die unzähligen Gesundheitsreformen. Je nach politischem Couleur ,hießen diese Kostendämpfungsgesetze, Gesundheitsstrukurgesetze , GKV-Neuordnungsgesetze,Beitragsicherungsgesetz usw.in deren Folge immer mehr Veränderungen im Leistungskatalog der GKV vorgenommen wurden.Die gesetzlich Versicherten sind Spielball unserer Politik.
Auf der anderen Seite wird jetzt eine weitere Reduzierung der Provision ins Gespräch  gebracht. Aus meiner Sicht sind diese Vorschläge schon nicht mehr sachlich.Der PKV-Verband hat sich zurecht geäußert,"Es kommt auf die Qualifizierung des Vermittlers an". Dem kann ich nur zustimmen.Die bisherige Registrierung von Vermittlern, sowie der Sachkundenachweis kann nur ein Anfang sein. Es ist auch gut, dass es Institutionen gibt, die Marktbeobachtungen durchführen und Analysen erstellen. Trotzdem sollte man das ganze dann aber meiner Meinung nach „Imagebroschüre“ nennen. 

Der Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist gerade die persönliche Wahlfreiheit, gewünschte Leistungen ein- oder auszuschließen.Es erfolgte kürzlich ein Hinweis des TK(Techniker Krankenkasse)-Chefs auf Erhalt der PKV und kooperativer Zusammenarbeit und Wettbewerb.
Auf dem 2. PKV-Treff von Experten erklärte der Cefarzt Popken, Chefarzt Urologie im Helios-Klinikum Berlin " Wir brauchgen die PKV um die Standards in der GKV zu erhalten." Im Vordergrund sollte doch der Versicherte stehen. Er sollte sich so versichern,wie es ihm persönlich wichtig ist. Was seinen Vorstellungen, Zielen und Möglichkeite entspricht.

Ob das nun gerade mit einer "Regulierung der Märkte", Aussagen "…der Markt dreht sich" sowie Anprangern von Versicherungsgesellschaften und deren Tarife erreicht wird, das sei  dahingestellt.

Weitere Priorität sollte die Stärkung des Bewusstseins von Maklern, Vermittlern,Vertrieben und auch von Versicherungsgesellschaften, aber in erster Linie des Bewusstseins der Kunden für Leistungsinhalte haben. Dann werden Billigtarife mit elementaren Lücken endlich vom Markt verschwinden, weil sie nicht mehr gewünscht sind. Solange aber den Versicherten nicht klar ist, was im eigenen Tarif oder empfohlenen "59.- Euro- Tarif" enthalten ist- solange werden leider auch diese unsinnigen Tarife weiter Bestand haben und angepriesen.
 

 

About M.Krolinski

Versicherungsmakler mit 22 Jahren Berufserfahrung am Markt. Spezialisiert auf die Private Krankenversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die private Pflegezusatzversicherung. Aber auch zu anderen Sparten auskunfts-und hilfsbereit.

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