25. Mai 2013

2.PKV-Treff am 09.05.2012

Ich war am gestrigen Tage zu einer größeren ganztägigen Veranstaltung im Marriot Hotel am Potsdamer Platz eingeladen.
Hochkarätige Referenten waren vom PKV-Verband, Vorstände von Gesellschaften,Aktuare,Buchautoren,Motivationstrainer, Chefärzte von Kliniken, niedergelassene Ärzte und Apotheker. Thema waren die derzeitigen Probleme in unserem dualen Gesundheitssystem.
Auf der einen Seite die Probleme der PKV mit den letzten Beitragsanpassungen, die von einigen Gesellschaften (bedingt durch falsche Marktpolitik und Kalkulation) den Durchschnitt aller Gesellschaften ins Negative gedrückt haben. Die durchschnittliche Beitragsanpassung der PKV betrug  eigentlich  3,5 %. Die der GKV 3,2 %. Ca.45% Versicherte in der PKV hatten aber gar keine Beitragsanpassung. Der 10-Jahres Durchschnitt lag somit in der PKV bei 4,5 % und der der GKV bei 3,2 %.Auch das Nichtzahlerproblem belastete beide Systeme. Die PKV mußte das Problem selber lösen, die GKV erhielt 14 Millionnen an Steuerzuschuß !!
Zu den neuerlichen massiv geführten Angriffen auf die PKV (vornehmlich durch die AOK) ist zu sagen, dass diese vermutlich politisch gesteuert sind,wenn wir uns vor Augen halten, dass im Dezember 2011 durch die SPD, Linke und die Grünen eine "Bürgerversicherung" als Wahlpropaganda als wahlstategische Ziel aufgenommen wurden. Man muß dazu wissen, dass unter unserer damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt diverse Abteilungsleiter in diesem Ministerium aus der AOK kamen und eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen der SPD und der AOK nach wie vor besteht.  
Nicht jede private KrankenvolIversicherung ist eine echte Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung ist.Nachwie vor gibt es Billig(Schrott)tarife, die es nicht wert sind, sich der PKV zuordnen zu lassen.Auch die GKV hat durchaus Vorteile  kann z.B. bei der Mutterschaftsvorsorge, dem Mutterschaftsgeld oder der Familienversicherung punkten. Vorsicht ist auf jeden Fall bei PKV-Grundschutztarifen geboten, denn die Leistungseinschränkungen dieser Tarife bietet erhebliches Haftungspotential für den Makler oder Mehrfachagenten. 
Ich möchte hier aber auch die Leistungen der PKV hervorheben, denn nur in diesem System können alle nur denkbaren medizinischen Leistungen erstattet werden zu einem oft sogar günstigeren Beitrag als in der GKV. Da die Leistungen, die die GKV erbringen kann, ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein müssen und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten dürfen, gibt es immer wieder Beispiele aus der Praxis, die wir hier nicht unerwähnt lassen wollen.
So schreibt mein geschätzter Partner Clemens W. Ressel in seinem Buch: "Todsicher versichert" von seinem blinden Nachbarn, der bei seiner GKV einen Blindenhund beantragt, um im Straßenverkehr besser zurecht zu kommen.
Hier die Antwort seiner gesetzlichen Kasse:
"Zu den vitalen Lebensbedürfnissen gehöre lediglich, dass der Blinde "die alltäglichen Verrichtungen im Nahbereich der Wohnung selbständig erledigen kann. Dafür genügt ein Blindenstock. Ein Hund wäre wegen des Gebotes der Wirtschaftlichkeit nicht zulässig"
 Beispiele für das Maß des Notwendigen überschreitende Leistungen sind auch > Ultraschalluntersuchungen der Gebärmutter/Eierstöcke oder der Brust im Rahmen der Krebsfrüherkennung.
Ein Augenarzt berichtet über das spezielle IGeL-Problem – Grüner Star = Glaukom "Jedem Privatpatienten ab 18 Jahren messe ich in meiner Praxis den Augeninnendruck und schaue mir gena die Pupille am Augenhintergrund an. Warum? Weil ich es so gelernt habe. Weil das die ganzheitliche Augenheilkunde ist. Weil nur dies eine komplette Augenuntersuchung ist.Dagegen ist dieses Thema bei Kassenpatienten eine der Hauptursachen für die Frustration des deutschen Kassenarztes. Alleine der Gedanke, dass das Glaukom immer noch die dritthäufigste Erblindungsursache in Deutschland ist. Die Tatsache, dass aber die Glaukomvorsorge von den Gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt wird, tut uns Augenärzte sehr weh. Wir haben mehr als 10 Jahre dafür gekämpft und im Jahr 2006 endgültig den Kampf verloren. " Durch die Budgetierung wird den Ärzten ein fester finanzieller Rahmen aufgezwungen mit dem die niedergelassenen Ärzte die Versorgung ihrer Patienten realisieren müssen. Sollten Sie ihr Budget nicht einhalten, müssen die Ärzte die Mehrausgaben aus eigener Tasche bezahlen. Diese können schon mal mehrere Tausende Euro ausmachen:
Erst im Januar 2010 beging ein verzweifelter niedersächsischer Arzt Selbstmord, weil er über 660.000 Euro zurückzahlen musste.
Erwähnt sei hier auch noch einmal der §12 SGBV " Die Leistungen(der Ärzte) müssen ausreichen,zweckmäßig und wirtschjaftlich sein, sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten".
Im Gegensatz dazu für die PKV: §1 der Gebührenordnung: "Vergütungen darf der Arzt nur für Leistungen berechnen, die nach den Regeln der ärztlichen Kunst für eine medizinisch notwendige Versorgung erforderlich sind". 
 

Erschreckende Einblicke oder Nachbetrachtung

 Ein Gastbeitrag geschrieben von meinem geschätzten Kollegen Markus Kopka.
 
Wie jedes Jahr wieder, so erlebten wir auch in den letzten Dezembertagen  2011 Nachfragen von kurzentschlossenen, wechselwilligen Versicherten in der privaten Krankenversicherung. Die Beitragsanpassungen kamen per Post. Ein anderer Grund, warum sich Interessenten verstärkt bei uns melden war der grundsätzliche Gedanke von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln.  
Primär gehörte im vergangenen Jahr die Central Krankenversicherung  zu den Gesellschaften, von der sich die meisten Versicherten trennen wollten. Beitragerhöhungen für einen maroden Versicherungsschutz teilweise über 100 Euro, wollte keiner hinnehmen. Bei den durchgeführten Beratungen fiel immer wieder auf, wie schlecht und völlig unzureichend die Versicherten über ihren eigenen Versicherungsschutz Bescheid wussten. Nachfragen zum Vertrag, Inhalten und versicherten Risiken, zeigten immer wieder, dass der damalige Versicherungsvermittler, und dazu zählen auch Versicherungsmakler, selber überhaupt keine Ahnung von Inhalten, Versicherungsbedingungen im Detail  hatten. Es ergibt sich die Frage: Warum wurde damals an die Central so viel schlechtes Versicherungsgeschäft vermittelt? Nach Aussage der Central ist die Strategie, dass Einsteiger später von dem Tarif V333 in höherwertige Tarife wie V222 oder V111 umsteigen, nicht aufgegangen. Dies ist wohl nicht der alleinige Grund.
Unserer Auffassung nach hat das Preis- / Leistungsverhältnis in den besseren Tarifen von Anfang an nicht gepasst. Der Einsteigertarif war dann möglicherweise eher zu Lasten der besseren Tarife kalkuliert. Zum Anderen war man gierig, mit unterkalkulierten Tarifen viele Kunden zubekommen. Das machte vermutlich die frühere Annahmepolitik möglich. Die letzte Gesundheitsreform und deren Ausgestaltung (Pflicht zur Krankenversicherung) ist sicherlich auch ein wichtiger Faktor. Die Anzahl Nichtzahler in den billigen Tarifen ist statistisch wesentlich höher. Somit könnte der Weg der Central von Beginn an gefährlich und zum Scheitern verurteilt gewesen sein. 
Es gibt Gerüchte, dass eine neuerliche  Selbstbeteiligungsstufe" S4" mit über 2000 € kommen soll. Ob, wie und wann ist doch sehr ungewiss. Sicher gilt hingegen, dass der Vertrieb in Zukunft von der Deutschen Vermögensberatung, der Generali selbst sowie der Volksführsorge betrieben werden soll.
Die private Krankenversicherung ist ein sehr komplexes und ein sehr beratungsintensives Thema. Es ist schon schlimm genug, dass Versicherungsvertreter "ihre" Produkte verkaufen, eigentlich aber wohlwissend, dass die Versicherungsgesellschaft die sie ja vertreten (müssen) und die Tarife die ihnen zur Verfügung stehen nicht im Ansatz das leisten, was eine private  Krankenversicherung leisten muss. Denn eine Krankenversicherung sollte nicht wie ein Produkt angeboten werden, die Krankenversicherung sollte immer den Wunsch des Versicherten zum Ausdruck bringen "wie möchte ich beim Arzt behandelt werden". Primär erschreckt uns aber die Tatsache, dass leider auch sehr viele Maklerkollegen anscheinend keinen tieferen Einblick in die Details zur PKV haben. Dies zeigen zum Beispiel Angebote und Vergleiche von unabhängigen Versicherungsmaklern, die unsere Kunden vor uns beraten haben.
 
Es ist unglaublich und erschreckend mit welcher Dreistigkeit Tarife und Gesellschaften angeboten werden, die löchrig sind wie Schweizer Käse. Der Kunde wäre im Leistungsfall der Dumme gewesen. Der Verdacht, als ob es nur darum ginge möglichst günstig und billig zu sein, damit der Interessent auf gar keinen Fall bei jemand anderem abschließt lässt sich nicht bestätigen, liegt aber auf der Hand. Dabei ist es gerade in der privaten Krankenversicherung ein Muss dem Kunden genauestens die Bedingungen im Detail zu erklären. Was bietet ihm der Markt, wo lauern Gefahren usw.. Entscheidend ist, mit ihm seine Wünsche, aber vor allem seine als Laie noch nicht bewussten Bedürfnisse durchzusprechen. Wer nicht alles kennt, kann auch nicht objektiv entscheiden. Es wird oft weder darauf hingewiesen, dass der Kunde teilweise unbegrenzte Selbstbeteiligung in seinem Tarif versteckt hat, dass es einen geschlossenen Hilfsmittelkatalog gibt, noch wird auf die Erstattung nach der Gebührenordnung für Ärzte geachtet. Man soll es kaum glauben, aber es werden auch Tarife ohne bedingungsgemäße Rehabilitationsleistungen verkauft. Solche Tarife sind reine Spendenquittungen an die Versicherungen, denn Leistung erhalten Sie im Fall der Fälle garantiert nicht. 
Leider sind die beschriebenen Tatsachen kein Einzelfall, sondern viel mehr die Regel. Wir können nur jedem Versicherten raten, sich von einem Fachmakler beraten zu lassen und sich intensiv und kritisch mit der privaten Krankenversicherung auseinanderzusetzen. Jedes einzelne Fachgebiet, sei es die Altersvorsorge, die betriebliche Altersvorsorge, die Berufsunfähigkeitsversicherung oder auch die Sachversicherungen stellt schon im Einzelnen einen ungeheuren Wissensbedarf da.Wir,  die auf die PKV spezialisierten Versicherungsmakler haften für unsere Beratung. Der Versicherungsmakler der glaubt, dass er alle Versicherungsarten von alleine beraten kann, ist unserer Meinung nach nicht in der Lage, die enorme Informationsflut zu verarbeiten und eine saubere und vor allem für den Kunden hundertprozentige Beratung zu leisten. Auch gibt es Internetportale, in denen Versicherungsmakler parallel zur Versicherung Gas, Strom und Telefontarife verkaufen.
Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie mal nach! 
 
Die Dankbarkeit der Kunden zeigt sich nach einer umfangreichen und informativen Beratung mit einem Abschluss und im besten Falle mit zahlreichen Empfehlungen oder öffentlichkeitswirksamen Bewertungen im Internet.  Nur so ist es auch möglich den ehemals ehrenwerten Berufsstand des Versicherungsmaklers aus dem Schatten eines verrufenen Versicherungsvermittlers herauszuheben.
 

 

Landeskrankenhilfe verändert Rückerstattung

Die langjährig schadenfreien Versicherten der Landeskrankenhilfe erhalten ab diesem Jahr erheblich weniger Beitrag zurück.Ab dem Jahr 2012 bekommen langjährig schadenfreie Versicherte von der Landeskrankenhilfe V.V.a.G. nur noch maximal vier Monatsbeiträge Rückerstattung wegen Nichtinanspruchnahme von Versicherungsleistungen. Für das Jahr 2011 wurden noch bis zu sechs Monatsbeiträge gezahlt, also 50 Prozent mehr. Die Beitrags-Rückerstattung (BRE) bezieht sich in erster Linie auf die klassischen Ambulant-Tarife im Rahmen der Krankheitskosten-Vollversicherung. Für manche Tarife werden nur 70 Prozent des Beitrages zugrunde gelegt.Die Erstattung ist nach der Anzahl der schadenfreien Jahre gestaffelt:

  • vier Monatsbeiträge nach fünf Jahren,
  • drei Monatsbeiträge nach vier Jahren,
  • zwei Monatsbeiträge nach einem bis zu drei Jahren.
Im Vorjahr bekamen Versicherte nach einem Jahr ohne Inanspruchnahme der Versicherung statt zwei Monatsbeiträgen nur einen zurück.Für alle Versicherten, die mindestens für zwei Jahre keine Rechnungen eingereicht haben, wird die BRE in diesem Jahr schlechter.Der Grund ist der Wegfall eines Zuschlages von 50 Prozent auf die Rückzahlung. Dieser Zuschlag gilt für die BRE 2010 und 2011, sofern der Kunde auf die Barauszahlung verzichtet und der Betrag auf das Deckungskapital seines Vertrages gutgeschrieben wird. Damit wird eine entsprechende Beitragssenkung im Alter finanziert.
 
Als Grund für den Wegfall des Bonus nennt das Unternehmen: „Nur zirka ein Prozent unserer Kunden hat sich für die Variante einer Anwartschaft auf spätere Beitragsermäßigung und zusätzlichen Bonus entschieden. Dieser Umstand und die steuerliche Beurteilung durch das Bundesministerium der Finanzen zu Lasten unserer Versicherungsnehmer hat uns dazu bewogen, diese Option zukünftig nicht mehr anzubieten.“
In einem Brief an die Versicherungsnehmer schreibt der Krankenversicherer: „Wir haben unsere Beitragsrückerstattung … nochmals verbessert“. Das betrifft jedoch nur Versicherte, die maximal ein Kalenderjahr die Kasse nicht in Anspruch genommen haben und stellt im Übrigen nur die Regelung wieder her, die zuletzt für 2009 gegolten hatte.
Im Gegensatz dazu bekommen langfristig gesunde Versicherte bis zu einem Drittel weniger von ihren Prämien zurück als sie viele Jahre vorher gewohnt waren. Bis zum Geschäftsjahr 2009 hatte die LKH noch bis zu sechs Monatsbeiträge nach sechs schadenfreien Jahren und fünf Beiträge nach fünf Jahren in bar ausgezahlt.
 
Gründe für den Rückgang nennt das Unternehmen nicht.Nun ist auch noch für wenig Leistung weniger Rückerstattung hinzu gekommen.
 
 

Privat versichert- immer gut versichert oder wenn Mogelpackungen platzen !

Diese Aussage ist der größte Unfug seit der Annahme, dass die Erde eine Scheibe ist! Leider ist bei fast vielen Privatversicherten noch die Hoffnung sehr ausgeprägt, dass sie im Fall der Fälle besser abgesichert sind als der GKV-Patient und sich auf Ihre private Krankenversicherung verlassen können.Das wird (sicherlich völlig ohne Absicht?? oder?) natürlich insbesondere von Anbietern und Vermittlern eher schwacher Leistungspakete (sog. Einsteigertarife) unter Zuhilfenahme einiger kreativer Tarif- und Verkaufstexten verstärkt.Formulierungen wie „die günstige Alternative zur GKV“ oder „PKV-Testsieger zu günstigen Beiträgen“ die dem potentiellen Kunden klar suggerieren „hier ist alles gut und günstig – du musst nur zugreifen“ . Klar, bei dem Monatsbeitrag für für 50Euro im Internet…Diese Tatsache führt unweigerlich auf ziemlich direktem Weg zu zwei wesentlichen Fragen
1. Warum machen die Unternehmen oder die Vertrieb so etwas?
2. Warum merkt der Kunde das nicht ?
Das ist schnell beantwortet. Hier geht es um eine Kombination aus Verzweiflung, Umsatzdruck, Gier und Gleichgültigkeit.
Natürlich ist der Markt mittlerweile zweigeteilt. Zum einen in den Bereich derjenigen, die qualitativ hochwertige Produkte anbieten (die aber nicht der Geiz ist geil-Mentalität / PKV für59 Euro entsprechen) und diejenigen, die im „preissensitiven Segment“ (schöne Beschreibung für das muss auf jeden Fall eins sein – BILLIG!!“) anbieten, also die Strukki-Vertriebe. Masse statt Klasse.
Sollte irgendjemand noch der Meinung sein, es gibt gleiche Leistungen für deutlich unterschiedliche Prämien, der glaubt auch an den Weihnachtsmann! Und die teilweise abstrusen Ansätze, Preisunterschiede mit Dingen wie „geringeren Verwaltungskosten“, „strenger Risikoprüfung“ oder ähnlichem Unfug zu begründen, machen auch mehr Angst als Mut.
Dazu nur soviel: Wer ernsthaft glaubt, das eine um 3 – 4 % geringere Verwaltungskostenquote einen Prämienunterschied von 80 – 90 Euro im Monat ausmacht oder das die „strenge“ Risikoprüfung heute erkennen kann, wer in 5 Jahren schwer erkrankt, sollte noch einmal – gern mit professioneller Hilfe – genau nachdenken…Der einzige Grund für deutliche Preisunterschiede sind deutliche Leistungsunterschiede.Die Antwort auf die Frage , warum der Kunde so etwas macht, ist etwas komplexer. Ich glaube ja, der Kunde entscheidet hier im Regelfall völlig realitätsfern – im Glauben, das es nicht schlechter geht als in der GKV…was natürlich im Segment der „TÜV-zertifizierten Testsieger für 59 Euro“ leider fast immer falsch ist…
Bei vielen ist die Ausgangsmeinung noch aus den frühen 90er Jahren:Privat versichert ist besser versichert als gesetzlich – es geht nur darum, wie viel besser! Oder doch schlechter ?
Es geht kein Mensch davon aus, dass er schlechter versichert ist als der gemeine GKV-Patient – was aber leider häufig der Fall ist. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie doch mal in Ihrem Krankenversicherungvertrag, in den allgemeinen Versicherungsbedingungen, nach. Was steht dort an garantierten Leistungen, was ist nicht versichert ?
Es geht kein Mensch davon aus, dass er sich mit dem Übertritt von der GKV in die PKV verschlechtert.Woher soll er es auch wissen.
Hier siegt dann auch die Hoffnung, ein Schnäppchen zu machen vor dem gesunden Menschenverstand – denn: Es ist in allen Bereichen so, dass schlechte oder wenig Leistungen immer weniger kosten als gute oder üppige Leistungen (Ausnahme sicherlich der Tatbestand des Betruges) – das gilt natürlich auch für die PKV und deren Angebote. Es gibt nichts umsonst – es muss für jede Leistung bezahlt werden. Das begründet sich aus dem Marktverständnis der PKV-Anbieter, die alle nicht im karitativen Bereich anzusiedeln sind. Leider hat sich in den letzten Jahren der Ansatz, die Unkenntnis des Kunden (und teilweise auch der Vermittler) dahingehend auszunutzen, dass Produkte an den Markt gebracht werden, die aus Preiswettbewerbsgründen immer weiter von Leistungen befreit werden, immer weiter verbreitet.
Aber schauen Sie einfach mal selbst nach, ob z. B. Leistungen wie ambulante und stationäre Psychotherapie, alle Hilfsmittel in ausreichender Ausführung, Ergotherapeuten und Logopäden, Kostenübernahme für med. notwendige stationäre Heilbehandlung , gemischte Anstalten so abgesichert sind, wie in der GKV – nämlich in dem Maß, das medizinisch ausreichend ist.
Bestandslisten der Einsteigertarife sind aus meiner Sicht, Listen des latenten Elends – zumindest aus dem Blickwinkel der finanziellen Auswirkungen auf das Versicherten-portemonnaie im Leistungsfall.Sollten Sie immer noch zweifeln, nutzen Sie doch einfach einmal alle Informationen, die zur Verfügung stehen und googlen einfach, was von privaten Versicherungen so alles abgelehnt wird.
Dazu kommt zu allem bisherigen Übel noch die Tatsache, dass es in den Einsteigertarifen vermehrt zu Zahlungsausfällen kommt, die die Versicherer abschreiben müssen und so das Versichertenkollektiv mit steigenden Beiträgen beglücken müssen – auch und gerade in den Einsteigertarifen. Hier wirdbei den Unternehmen also kaum Geld verdient – es lauert aber Ärger…Sie müssen aber Leistungen erbingen.
Dies wird wohl auch der Hauptgrund sein, warum die DKV oder die Central den Verkaufsstop ihrer Einsteigertarife bekannt gegeben hat – und nicht das schlechte Gewissen gegenüber den Kunden…so gern ich das auch glauben möchte…Fazit:
Insgesamt lauern im Bereich vieler der Tarife aus meiner Sicht einige Sprengfallen – es gibt also viel zu tun.
Ich helfe Ihnen gerne .
M.Krolinski

Beratungsrisiko – private Krankenversicherung “Qualität schlägt Billigtarif”

Sind Sie der Meinung privat versichert ist immer gut versichert?
Finden Sie, dass die gesetzliche Krankenversicherung schlechte Leistungen bietet?
Glauben Sie, dass die private Krankenversicherung immer die bessere Lösung ist?
Leider ist es in der Realität so, dass kaum ein Tarif der Privaten Krankenversicherung eine mit der GKV vergleichbare umfängliche Grundabsicherung bietet – und nur in Teilbereichen wirklich besser ist!
Es gilt der Grundsatz (wie in jeder privaten Versicherung):
Der Interessent bekommt nur das, was er versichert hat – und nicht immer das, was er braucht!!
Die Höhe der monatlichen Beiträge sollte also nicht das entscheidende Kriterium bei der Auswahl einer Privaten Krankenversicherung sein. Sinnvoller ist es, die Leistungskataloge miteinander zu vergleichen und beim „Kleingedruckten“ genau hinzusehen. Nur so können Sie einen nachhaltigen und verlässlichen Versicherungsschutz finden. Mittelfristig ist das deutlich kostengünstiger als bei den Monatsbeiträgen zu sparen
Wenn Sie kundenorientierte und realitätsnahe Hilfe, Hinweise und Unterstützung in dem Themenfeld der qualitätsorientierten Tarifauswahl suchen, sind Sie hier bei uns richtig.