18. Mai 2012

Geschützt: Continentale lehnt einen Behandlungsplan ab

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Die Einkaufstour der Versicherer geht weiter

Die Continentale Krankenversicherung a.G. will die Mannheimer AG Holding kaufen, wurde heute mitgeteilt. Es würde bereits eine Absichtserklärung geben, die auch vom derzeitigen Inhaber , der österreichischen Uniqa, abgesegnet worden sei.
Das Wechselkarussel an der Spitze des Vorstands der Continentale Versicherungen steht nun wieder in einem ganz anderen Licht: Helmut Posch war bis zum Frühjahr Chef der Mannheimer und wechselte zum 1. September zur Conti, um dort den Vorstandschef Rolf Bauer zu beerben .
Heute früh teilte die Continentale mit, dass sie beabsichtigt, der österreichischen Uniqa-Gruppe deren 92-prozentigen Anteil an der Mannheimer Krankenversicherung abzukaufen. Beide Unternehmen hätten wohl eine gemeinsame Absichterklärung unterzeichnet.
Continentale-Chef Bauer: „Wir erhoffen uns von diesem Schritt eine wesentliche strategische Ergänzung, insbesondere in der Sachversicherung, und eine nachhaltige Stärkung unseres Verbundes wie auch der Mannheimer im Versicherungsmarkt.“
Die Mannheimer KV ist für die Continentale längst kein unbekannter Partner. Von 2003 bis 2005 war die Conti bereits an der Mannheimer Krankenversicherung AG beteiligt . „Wir haben die damalige Partnerschaft in ausgesprochen guter Erinnerung und sehen sie als Basis einer für alle Beteiligten positiven Zusammenarbeit in der Zukunft“, so Bauer.
Die Mannheimer war zunächst im Bereich der Lebensversicherung und später auch mit der Krankenversicherung in Schieflage geraten. Die Bestände des Lebensversicherers mussten als erster und bisher einziger Fall von der eigens dafür gegründeten Auffanggesellschaft Protektor übernommen werden . Der Krankenversicherer konnte dagegen in der Folge konsolidiert werden.
Sollte es so kommen, hätte die Conti endlich mit der Mannheimer Tarife in der Krankenversicherung, die preislich im oberen Bereich anzusiedeln sind, aber von den allg. Versicherungsbedingungen zu den “Top-Five” gehören.

Versicherer ändern die Annahmerichtlinien

Annahmerichtliniender AXA im Jahresendgeschäft verschärft
Die "Axa-Krankenversicherung" hat zum Ende des Jahres ihre Bedingungen für die Annahme von potentiellen Versicherungsnehmern zugespitzt.Bereits seit September 2011 bietet Axa für Saisonarbeiter, Erntehelfer, Trockenbauern sowie Kraftfahrzeugführer keine Krankenversicherung mehr an. Ab Mitte November sind hiervon nun zusätzliche Berufsgruppen betroffen: Personen aus dem Bauhilfs- sowie Baunebengewerbe, Bautenisolierer, Bodenleger, Maler und Fuger sowie Gebäudereniger werden künftig nicht mehr angenommen. Diese Einschränkungen gibt es gleichsam für die gastronomische Branche: Auch Gastwirte, Hotelbesitzer, Köche sowie Imbiss- und Kioskbesitzer können sich bei Axa nicht mehr krankenversichern lassen.Der Tarif Vision 4500 ist nur noch für „echte“ Freiberufler abschließbar.
Nach Informationen, die vorliegen, gründet Axa die Verschärfung ihrer Versichertenauswahl darauf, langfristig die Beitragsstabilität für ihre Bestands- und Neukunden gewährleisten zu wollen.
 
Conti ändert Ihre Annahmerichtlinien zum 18.11.2011
Für Personen ab Eintrittsalter 55 (Antragsteller und/oder mitzuversichernde Personen) ist zusätzlich zum Antrag, ab sofort ein ärztliches Attest mit Angabe der im Attest geforderten Laborwerte gemäß Vordruck 2696 erforderlich (siehe Anlage, ohne Zahnstatus). Die Kosten für das ärztliche Attest inklusive der Kosten für die Laboruntersuchungen trägt der Antragssteller.
Kinderalleinversicherungen in der Krankenkosten-Vollversicherung Anträge auf eine Krankheitskosten-Vollversicherung für „alleinversicherte Kinder und Jugendliche“ (0 – 20 Jahre), also ohne ein mitzuversicherndes Elternteil, die ebenfalls  krankheitskostenvollversichert ist, werden abgelehnt. Es sei denn, das ein Jugendlicher (17-20 Jahre) aus seinem Berufsstatus heraus, eine Krankheitskosten-Vollversicherung beantragen kann.
Bei allen Selbstständigen, die noch keine 2 Jahre selbstständig sind wird eine Gewerbeanmeldung benötigt. Im Einzelfall behält sich die Conti die Anforderung eines Gehaltsnachweises, BWA, Business-Plan etc. vor.
DKV kündigt Verträge mit Firmenkunden
Die "Deutsche Krankenversicherung" (DKV) kündigt rund 150 deutschen Firmen die Zusatzversicherungsverträge für Krankheitskosten bei Auslandsaufenthalten. Diese Zusatzversicherung für Manager und andere Mitarbeiter deckt bei Auslandsaufenthalten Krankheitskosten ab und ist vor allem von größeren Unternehmen genutzt worden.
Insgesamt waren ca. 14.000 Arbeitnehmer über die DKV versichert. Bei den Unternehmen stößt die Kündigung auf Unverständnis. Doch für die umsatzstärkste deutsche Krankenversicherung ist dieser Schritt nicht ganz freiwillig.Wie berichtet, will die Muttergesellschaft, die Munich Re, dieses Geschäftsfeld  komplett auf die DKV Globality in Luxemburg übertragen. Diese ist Teil des Konzernbereichs Munich Health.  Noch in diesem Jahr sollen die DKV-Gesellschaften in Spanien und weiteren Ländern nach dem gleichen  Prinzip umstrukturiert werden.Damit verliert die Deutsche Krankenversicherung (DKV) ein wichtiges Geschäftsfeld und einen attraktiven Zukunftsmarkt für die private Krankenversicherung. Das Inlandsgeschäft mit Firmenkunden bleibt der DKV erhalten.
Quelle: Financial Times Deutschland