18. Mai 2013

Beitragsanpassungen zu 2012

Die fünfgrößte private Krankenversicherung erhöht den Monatssollbeitrag um durchschnittlich 12,9 Prozent. Betroffen davon sind mehr als eine halbe Million Versicherte. Im Schnitt erhöhen private Krankenversicherungen ihre Beiträge jährlich um drei bis sieben Prozent. Die Teuerungen der Central Krankenversicherung liegen daher deutlich über dem Durchschnitt. In einigen Tarifen erwarten Kunden gar Steigerungen von mehr als 20 Prozent, teilweise gibt es Anpassungen von 30 bis 40 Prozent. 
Die drastischen Beitragserhöhungen sind das Resultat der verfehlten Strategie der Billigtarife. Diese hatten sich in den vergangenen Jahren als „faule Eier“ erwiesen und die Central Krankenversicherung in arge Bedrängnis gebracht. Mit billigsten Preisen waren massiv Kunden geworben worden. Doch der rasante Zuwachs an Neugeschäft brachte eine Menge Risikopotenzial mit sich. So war die Zahl der Beitragsschuldner und Erkrankten in dieser Sparte vergleichsweise sehr hoch.
Die Central kündigte bereits Ende August an, daraus Konsequenzen zu ziehen. Der Vertrieb der Billigtarife wurde mittlerweile eingestellt. Weiterhin beendet die Central Krankenversicherung zum 31. März 2012 ihr Maklergeschäft und übergibt die Vermittlung von neuen Tarifen komplett zur Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Auch eine Konzentration auf das Geschäft mit Krankenzusatzversicherungen wurde diskutiert. 
Die Leidtragenden sind die Versicherten der Central Krankenversicherung. Sie müssen nun für eine verfehlte Tarifpolitik gerade stehen. Mit den enormen Beitragsanpassungen wird auf die Generali-Tochter in den nächsten Wochen eine Welle von Kündigungen zukommen. Mit hohen Einstiegspreisen statt der Billigtarife wird es nun schwer neues Geschäft zu generieren – und damit würde ein weiteres Loch in die Kassen gerissen. Sollte sich dieses Szenario bewahrheiten, könnten der Central schwere Zeiten bevorstehen. Dann wären weitere Schließungen von Tarifen und erneute Beitragsanpassungen in zweistelliger Höhe fast unausweichlich. 
 

Unsinnige und verwirrende Testreihen

Wieder einmal geht ein Versicherer mit einem ominösen Test von FocusMoney hausieren und erhofft sich Kundenfang.  Vor nicht all zu langer Zeit kam bereits die Central(2008),als selbst ernannter "Bester Maklerversiecherer"…. , was ist daraus geworden ?

In 2009 ging die Central mit "Beste Krankenversicherung im Klassik-Schutz" hausieren…, was ist daraus geworden. Richtig, die Central hat die betreffenden Tarife geschlossen und zieht sich aus dem Maklervertrieb zurück.

Mit diesen ewigen Testreihen, wird dem Interessenten nur suggeriert, es gäbe eine Aufstellung der mit Top Tarifen.Der Kunde list es und geht zu einem Vermittler und sagt" Ich will das !"  Wer sich nur diese Testaufzählungen  verlässt, seine persönlichen Wünsche, Vorstellungen, seine Sutuation usw.nicht  festlegt und sich die  Vor- und Nachteile der einzelnen Tarimodelle erklärenlässt, wird mit Problemen konfrontiert.
In der Privaten Krankenversicherung (PKV) ist die Absicherung und der Bedarf so unterschiedlich, so dass eine Auswahl  nach Testsiegen nur falsch sein kann. Was hat vor allem die Servicequalität von Unternehmen auch nur  ansatzweise mit Leistung der einzelnen Tarife zu tun. Wurde das Telefonieren der Servicemitarbeiter, deren Sitzhaltung oderdie Schnelligkeit vom Abheben des Telefonhöhrer bewertet ? Also, machen Sie nicht den Fehler und glauben diesen Testreihen.  Wenn Sie sich für einen bestimmten Tarif einer Gesellschaft entschieden haben, hinterfragen Sie diesen, was stecken für Leistungen dahinter. Lesen Sie die allg. Versicherungsbedingungen. Was ist versichert und was nicht. Oder wenden Sie sich an einen auf die PKV spezialisierten Makler. 

Beitrasanpassung Central oder wenn Mogelpackungen platzen !

Wieder wie jedes (oder fast) Jahr werden Versicherte erstaunt sein, wenn sie unerfreuliche Post von ihrer Privaten Krankenversicherung bekommen. So wird es teilweise nicht nur eine Beitragsanpassung geben, sondern eventuelle Anpassung der ursprünglich vereinbarten Selbstbeteiligung. Gerade Centralkunden  sind davon betroffen.
Wurden doch in der Vergangenheit viele Versicherte von  Vertrieben in den sogenannten "Billigtarifen"  versichert.
Öffentlichkeitswirksame Zeitungsartikel , wie "der beste Klassikschutz" taten ihr übriges.
Doch nun kommt das dicke Ende. Die Beitragsanpassung.
Über 100 Euro für Leistungen,die teilweise schlechter als gesetzlich versichert sind. In diesem Tarif (V333S2P), der eine Pauschalleistung bei Leistungsfreiheit beinhaltete, wurde ja immer mit hohen Rückerstattungen geworben.
Getreu dem Motto : "Der Tarif , der zu Jedem passt" oder "Der Tarif, der viel kostet".

Newsletter von ERGO

Die neueste Ausgabe vom ERGO-Newsletter erreichte mich gestern abend.Unter anderen Beiträgen, stand dort “TOP Ratings für Tarife ” der DKVFocus Der Focus Money hat in seinen Ausgaben vom 5.10. und vom 19.10. zwei F&B-Ratings veröffentlicht, bei denen DKV-Tarife Spitzenplätze belegen. Die Vollversicherungstarife BestMed 4 und BestMed 5 sind bei 30 getesteten PKV-Tarifen jeweils auf Platz 4 gelandet. Nun weiß ich ja, das nicht nur der Focus in der letzten Zeit unsinnige Bewertungen vorgenommen hat.

Viele Interessenten sind mit Begriffen wie Hilfsmittelkatalog, Geltungsbereich, Wohnsitzverlegung oder gemischten Anstalten,GOÄ heillos überfordert. Daher bedienen sich Interessenten daher Test in Zeitschriften oder aus Online Vergleichen.Was da steht, sollte doch eigentlich stimmen.

In diesem Fall wird ein angeblicher Top-Schutz in Aussicht gestellt, auf gravierende Leistungslücken aber nicht eingegangen. Der Interessent der diesem Test vertraut und einen der dort genannten PKV-Tarife ohne nähere Prüfung abschließt, setzt sich teilweise unkalkulierbaren Belastungen aus.

Doch schauen wir uns mal die Inhalte von den angeblichen Top-Tarifen der DKV(BestMed BM4) an, laut den allg. Versicherungsbedingungen (AVB):

  • Honorarerstattung für ärztliche Leistungen max. 3,5fache Satz
  • Aufenthalt in gemischten Anstalten  nicht konkret genug dargestellt
  • Anschlußheilbehandlung grundsätzlich nicht abgesichert
  • Wechseloptionen ungenügend  dargestellt
  • Präparate oder Mittel zur künstlichen Ernährung nicht dargestellt
  • Ergotherapie nicht dargestellt
  • Psychotherapie ambulant als auch stationär ungenügend dargestellt

Soweit also zu einem Top-Tarif. Aber mit dem Namen “BestMed” wird dem Kunden beste medizinische Versorgung versprochen. Es wäre schön, wenn die DKV (gehört ja zum Ergo-Konzern), als großer Krankenversicherer nachbessern würde.

Siehe dazu : Heilmittelverzeichnis der DKV  sowie   AVB BM4