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Vorsorge- und Berufsunfähigkeitsversicherung
1. Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
2. Welche Vorteile bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung
3. Varianten
4. Was man beim Abschluss beachten sollte
5.
Vorsorge für über 50
Jährige
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Fordern Sie hier einen Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung an.
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Berufsunfähigkeitsversicherung |
1. Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Seit dem 1. Januar 2001 gilt ein neues "Vorschaltgesetz zur Rentenreform".
Danach wurden die bisherigen gesetzlichen Berufsunfähigkeitsrenten für alle
unter 40-Jährigen gestrichen und durch neue Erwerbsminderungsrenten ersetzt.
Dies bedeutet: Wer seinen Beruf nach einer schweren Krankheit oder einem Unfall
nicht mehr ausüben kann, wird uneingeschränkt auf eine andere Tätigkeit
verwiesen. Ein Bankangestellter erhält beispielsweise keinen Pfennig mehr aus
der Rentenkasse, wenn er sich noch als Nachtwächter verdingen kann.
Die volle Rente bekommt nur, wer weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kann.
Die halbe Rente wird bei weniger als sechsstündiger Arbeitsfähigkeit pro Tag
gezahlt. Für Betroffene ab 40 gilt eine Übergangsregelung. Sie erhalten die
alten Berufsunfähigkeitsrenten weiter, allerdings spürbar gekürzt. Junge
Berufseinsteiger müssen für ihren Anspruch auf eine staatliche
Erwerbsminderungsrente in der Regel ohnehin mindestens fünf Jahre
versicherungspflichtig gearbeitet haben.
Die Problematik betrifft Freiberufler und Selbständige noch härter. Hier ist es
oft so, dass keine - oder aus früheren Angestelltentätigkeiten nur sehr geringe
- Ansprüche der gesetzlichen Rentenversicherung gegenüber geltend gemacht werden
können. Nach einer Statistik der gesetzlichen Rentenversicherungsträger muss
jeder fünfte Arbeitnehmer vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden, weil Körper
oder Seele nicht mehr mitmachen, überwiegend im Alter zwischen 50 und 55. Knapp
zehn Prozent der neuen Berufsunfähigkeitsfälle sind jedoch jünger als 40 Jahre.
Anders als oft vermutet sind nicht Unfälle, sondern Erkrankungen die weitaus
wichtigsten Ursachen für den Verlust der Arbeitskraft. Auch bei den jüngeren
Betroffenen.
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung gleicht die gesetzlichen Lücken aus
und leistet im Falle der Berufsunfähigkeit, ganz gleich, ob sie Folge eines
Unfalls oder einer Krankheit ist.
2. Welche Vorteile bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung
Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet Schutz vor der finanziellen
Katastrophe, wenn der Versicherte seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. In
diesem Falle wird eine monatliche Rente während der Dauer der Berufsunfähigkeit,
längstens bis zum Eintritt in den Ruhestand gezahlt. Häufig wird die volle
vereinbarte Rente bereits ab einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent gewährt.
3. Varianten
3.1 Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ)
Wie der Name schon sagt: Es handelt sich um eine Zusatzversicherung, die
zusätzlich entweder zu einer Risikolebensversicherung, einer (fondsgebundenen)
Kapitallebensversicherung oder aber einer (fondsgebundenen) privaten
Rentenversicherung abgeschlossen wird.
3.2 Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung
Diese Versicherung wird als selbstständiger Vertrag abgeschlossen. Sie ist nicht
an eine Risikolebens-, (fondsgebundene) Kapitallebens- oder (fondsgebundene)
Rentenversicherung gekoppelt.
Besonders geeignet ist die selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung für all
diejenigen, die bereits über eine ausreichende Alters- und
Hinterbliebenenversorgung verfügen, aber ihr regelmäßiges monatliches Einkommen
absichern möchten beziehungsweise absichern müssen. Häufig wird die Rente ab
50-prozentiger Berufsunfähigkeit in vereinbarter Höhe gezahlt, ohne dass noch
weitere Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung gezahlt werden müssen.
Die Berufsunfähigkeitsrente wird für die Dauer der Berufsunfähigkeit, längstens
bis zum Ende der Vertragsdauer geleistet. Das Beitragsniveau liegt aus
verschiedenen Gründen etwas über der Kombination von Risikolebensversicherung
(mit niedrigster Versicherungssumme) und Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung
4. Was man beim Abschluss beachten sollte
Wichtig ist die Vereinbarung einer ausreichend hohen Berufsunfähigkeitsrente.
Ihre individuelle Höhe sollte sorgfältig und eventuell mit Hilfe eines
fachkundigen Beraters ermittelt werden. Sie orientiert sich am Nettoeinkommen.
Weil Versicherungsverträge in den Regel eine Laufzeit über mehrere Jahrzehnte
haben, sollte gewährleistet sein, dass der Versicherte die Prämien bequem
aufbringen kann.
Beim Ausfüllen des Versicherungsantrages ist die Unterstützung eines Beraters
sinnvoll. Denn die Angaben zum Antragsteller und/oder der versicherten Person
sowie die Daten für den Vertragsbeginn und -ablauf müssen korrekt und
vollständig eingetragen werden. Nur so kann der gewünschte Versicherungsschutz
umgehend gewährt werden. Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung
sollten die im Antrag gestellten Gesundheitsfragen unbedingt korrekt und
vollständig beantwortet werden. Unverzichtbar ist die genaue Angabe von
Vorerkrankungen. Hier sollte möglichst umfassend geantwortet werden, auch dann,
wenn die Beschwerden aus Sicht des Versicherungsnehmers unerheblich waren. Auf
Grundlage dieser Angaben muss die Versicherungsgesellschaft die Beitragshöhe
kalkulieren und über einen eventuellen Zuschlag entscheiden. Normalerweise ist
dies jedoch nicht der Fall. Je nach Höhe der gewünschten Berufsunfähigkeitsrente
und dem Alter der zu versichernden Person sind unterschiedliche
Gesundheitsfragen zu beantworten. In einigen Fällen kann auch ein Arztbesuch
notwendig werden. In jedem Fall muss ein Hausarzt benannt werden, zumindest der
Arzt, der sich mit dem Gesundheitszustand am besten auskennt.
Wichtig ist die Lektüre des "Kleingedruckten", das über die Vertragsbedingungen
informiert. Hierzu zählt beispielsweise die Information, dass die
Versicherungsgesellschaft ermächtigt wird, beim angegebenen Arzt Auskunft über
Erkrankungen zu verlangen. Dazu gehören aber auch Angaben über
Kündigungsmöglichkeiten und -fristen.
Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines richtigen Versicherers ist das
Problem Verweisung
Wenn ein Anspruch auf die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente erhoben wird,
prüft das Versicherungsunternehmen, ob für den Versicherten die Möglichkeit
besteht, in einem anderen Beruf weiter zu arbeiten. Die
Versicherungsgesellschaft muss dabei die Kenntnisse und Fähigkeiten
beziehungsweise Ausbildung und Erfahrung sowie die berufliche Stellung des
Antragstellers berücksichtigen. Eine Verweisung auf einen anderen Beruf ist also
nicht ohne weiteres möglich.
Pkvberlin vermittelt nur Versicherer, die auf eine Verweisbarkeit verzichten.
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